Bestehlen lassen
Eigentlich sind die Touristen auf La Palma bisher von den typischen kleinen und großen Betrügereien und Übervorteilungen verschont geblieben. Es gibt keine aufsässigen Straßenhändler, keine Nepptouren, keine so genannten Gratisveranstaltungen.
Jedoch sind in den letzten Jahren zunehmend Diebstähle aus abgestellten Mietautos und offen stehenden Apartments gemeldet worden. Deshalb sollten Sie auf keinen Fall irgendetwas von Wert in Ihrem Mietwagen lassen. Gerade die Parkplätze bei den bekannten Aussichtspunkten sind besonders häufig Schauplatz von Autoaufbrüchen, und hinterher ist der Ärger groß.
Zu schnell unterschreiben
Was das Mieten eines Wagens angeht, so sollten Sie einige Dinge beachten, die im Heimatland vielleicht gar kein Thema sind. Prüfen Sie z. B. beim Abschluss des Vertrags genau, ob eine zugesicherte Vollkaskoversicherung wirklich geschriebener Vertragsinhalt ist - unter Beachtung der Eigenbeteiligung.
Und: Ist im Wagen auch wirklich ein funktionsfähiger Ersatzreifen mit entsprechendem Werkzeug und zwei Warndreiecke? Manche Straßen auf La Palma haben es in sich, und Reifenpannen können auf Schotterpisten schon mal vorkommen. Noch ein Hinweis für das Autofahren auf der Insel. Viele Besucher sind die steilen Bergabfahrten nicht gewohnt und versuchen, den Wagen durch Bremsen zu verlangsamen. Die Folge kann ein plötzlicher Bremsausfall sein. Deshalb stets im niedrigen Gang abfahren, statt übermäßig zu bremsen. Wenn Sie auf der Strecke liegen bleiben, dürfen Sie sich allerdings nicht privat abschleppen lassen. Sie müssen in jedem Fall einen grua (Abschleppwagen) kommen lassen: Tel. 922 46 37 42.
Aus der Rolle fallen
Viele Palmeros sind entsetzt über das Erscheinungsbild mancher Touristen. Halb nackt ein Lokal betreten, nackt baden, womöglich inmitten der einheimischen Familien, oder ohne Hemd in den Ortschaften herumlaufen, all das sollten Sie mit Rücksicht auf die palmerische Lebensweise unterlassen.
Zum Verhalten den Palmeros gegenüber gehört auch, dass Sie auf keinen Fall versuchen sollten, einen Wunsch durch ein paar Geldscheine zu realisieren.
Und: Die palmerischen Märkte und Läden sind keine orientalischen Basare, grundsätzlich gilt der geforderte Preis für eine Ware.